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 Welches Ziel verfolgen Sie mit ihrer Schülerfirma?Aufbau von Handlungskompetenz, ökonomische Bildung und Berufsvorbereitung als zentrale Ziele der Schülerfirma

Alle SuS befinden sich in der Abschlussstufe und werden zeitnah die Schule verlassen. Eine Vorbereitung u.a. auf das Berufsleben kann bei SuS mit einem Förderbedarf Geistige Entwicklung nicht nur in zwei oder drei, jeweils zweiwöchigen Praktika geschehen. Vielmehr sollte in dieser wichtigen Phase im Leben der Jugendlichen ein handlungs- und projektorientierter Unterricht als Maxime gelten! Dieser lässt sich sehr gut im Rahmen einer Schülerfirma umsetzen.

Dabei werden drei vorrangige Ziele verfolgt:

1.      Erweiterung der allgemeinen Handlungskompetenz

2.      Vermittlung ökonomischer Zusammenhänge

3.      Vorbereitung auf das Berufsleben

 

Gibt es auch einen nachhaltigen Nutzen für die SuS aus der Arbeit in der Schülerfirma?

Davon bin ich fest überzeugt. Es fängt mit einer erhöhten Kompetenz im Umgang mit Geld und mit Menschen/ Kunden an, oder das Erleben, dass man ein Team braucht, welches eine Geschäftsidee mit trägt.

Weitere Kompetenzen sind sicherlich die geforderte Zuverlässigkeit bei der Erledigung aller Aufgaben.

Und es endet vielleicht mit der Einsicht, dass wirtschaftlicher Erfolg i.d.R. mit einem hohem Einsatz und Engagement verbunden ist.

 

Woher kommt der Name „Ratzefummel“

Mit der Übernahme des Schreibwarenshops von meinem Kollegen Herrn Müller wollten wir einen sauberen Schnitt machen. Dazu gehörte für uns auch ein neuer Name. Also haben wir unsere Phantasie spielen lassen und Katrin kam mit der Idee Ratzefummel

 

 Das heißt, der Schreibwarenshop ist gar nicht ihre eigene Idee?

Nein, Herr Müller hat schon sehr lange seinen Unterricht in Form einer Schülerfirma organisiert und wollte diesen Teil mit Blick auf die eigene Pensionierung in „gute Hände abgeben".

 

 Wie waren Ihre ersten Schritte mit der eigenen Firma?

Zunächst einmal haben wir den Namen geändert und uns ein neues Logo gegeben. Das Bild kommt von Sven, der obere Schriftzug von Katrin. Dann haben wir eine Bestandaufnahme gemacht und den konzeptionellen sowie organisatorischen Rahmen abgesteckt. Hier ins Detail zu gehen würde sicherlich zu weit führen. Jedenfalls sind wir nach ca. zwei Jahren zu dem Schluss gekommen, dass Ratzefummel professioneller werden muss. Die Schüler waren nicht mehr zufrieden!

 

 Wer sind denn Ihre Schüler?

Begonnen habe ich als Klassenlehrer der Oberstufenklasse a [OSt a]. In der damaligen Klasse wurden acht Schülerinnen und Schüler (SuS) im Alter von 16 bis 18 Jahre unterrichtet; zwei Mädchen und sechs Jungen. Alle SuS haben einen sonderpädagogischen Förderbedarf Körperliche-Motorische Entwicklung sowie einen sonderpädagogischen Förderbedarf Geistige Entwicklung. Zum Ratzefummel-Start-Team gehörte zudem noch ein weiteres Mädchen, welches aufgrund hirnorganischer Ursachen im mathematischen Bereich eine eklatante Schwäche hat.

Mittlerweile habe ich keine eigne Klasse mehr. Ratzefummel ist jedoch fest in das Matheband der Oberstufe integriert. Soll heißen: Wir haben an der Schule Borchersweg nun ein regelmäßiges und fest verankertes Angebot für Abschlüssschülerinnenn und - schüler, die mit der "reinen Mathematik" überfordert sidn bzw. die in diesem Bereich ein sinnvolles Alternativangebot benötigen.

 

Das heißt Ratzefummel ersetzt den Mathematikunterricht für diese Schülergruppe?

Nein, Ratzefummel ist kein reiner Mathematikunterricht und es geht auch nicht darum, etwas ersetzen zu wollen. Die oben genannte Schülergruppe hat aufgrund ihrer Behinderung deutliche Schwierigkeiten u.a. mit mathematischen Aufgabenstellungen. Dieses ist keine Frage von Faulheit oder „Nicht-Wollen.“

Den SuS wurden während ihrer (langen) Schulkarriere immer wieder (mathematische) Inhalte angeboten, die sie sich zum Teil mit großen Mühen angeeignet haben – oder eben auch nicht! Stellen Sie sich eine Person vor, die keine Arme hat. Dieser Person werfen Sie immer wieder einen Ball zu in der Erwartung, dass er oder sie schon lernen wird diesen Ball zu fangen – wenn er oder sie nur häufig genug übt!

Meiner Meinung nach muss dann einen Zeitpunkt geben, an dem man die bisherigen (mathematischen) Unterrichtshalte grundlegend in Frage stellt und ggf. verändert. Und dieses habe ich mit der Unterrichtsorganisation in Form einer Schülerfirma getan.

 

Welche anderen Fächer bzw. Fachbereiche fließen noch mit ein?

Herr Rogge, Frau Tsakonas und Frau Wilski arbeiten als Klassenteam zusammen und übertragen regelmäßig weitere Inhalte von Ratzefummel in den regulären Unterricht.

 

Natürlich ist „Arbeit/ Wirtschaft“ ein zentrales Fach, aber auch „Deutsch“ spielt z.B. bei der Pflege der Homepage eine zentrale Rolle.

Aber die curricularen Vorgaben für die Förderschule Geistige Entwicklung/ Abschlussstufe, nach denen die Klasse überwiegend unterrichtet wird, haben ja andere Fachbereiche als die „klassischen Fächer“. Dazu gehören: „Ich-Erfahrung, Arbeit, Öffentlichkeit, Freizeit, Wohnen sowie Umwelt- und Umweltschutz.“ Hier lassen sich an zahlreichen Stellen Übereinstimmungen finden.“

 

 Dann erzählen Sie uns doch etwas zur Geschäftsidee von Ratzefummel!

In der Schülerfirma verkaufen wir vorrangig Schreibwaren. Dazu gehören Hefte, Blöcke, Anspitzer, Mappen, etc. Unser Lieferant ist die Firma memo. Die Firma selbst sieht sich als „eine ökologisch und sozial einwandfreie Alternative“ zu herkömmlichen Anbietern. Viele Produkte sind mit ökologischen Labels, wie z.B. dem Blauen Engel, zertifiziert. Wir greifen diese Idee gerne auf.

Des Weiteren bieten wir Dienstleistungen an, die sich bei der Schnittstelle von Schule & Schreibwarenshop  ergeben. Dazu gehören Binde- und Kopierarbeiten, das Brennen von CDs sowie der Verkauf von Farbausdrucken.

 

Abteilungen bei Ratzefummel: Einkauf, Verkauf, Marketing und BuchhaltungWie haben Sie Ratzefummel intern strukturiert?

Ratzefummel hat die vier Abteilungen Einkauf, Verkauf, Buchhaltung und Marketing. In einem Schuljahr durchlaufen die SuS alle vier Abteilungen. In allen Abteilungen verbleiben sie ca. neun Wochen.

 

Wo und wie verkaufen Sie Ihre Produkte?

Ratzefummel hat zwei Verkaufsstellen. Zum einen direkt in der Schule Borchersweg. Hier haben wir einen kleinen Verkaufsraum mit entsprechender Einrichtung. In den großen Pausen (9.30 – 10.00 Uhr) haben wir zuverlässig geöffnet und verkaufen dort unsere Produkte.

Zum anderen an der Grundschule Krusenbusch. Jeden Freitag (in der großen Pause) sind wir dort und verkaufen aus unserem Mobilen Shop heraus unsere Schreibwaren. Der Transport des Mobilen Shops geschieht durch unsere schuleigenen Bullis. Der Mobile Shop ist so konzipiert und nach unseren Wünschen gebaut worden, dass wir a) beim Ein- und Ausladen alles (!) im Shop lassen können und b) die SuS den Shop selbstständig verladen können. Zum Anschauen einfach mal hier klicken...

Die Mitarbeitenden von Ratzefummel erkennt man stets an ihrer Firmenkleidung bestehend aus  Kapuzenpulli, T-Shirt und/ oder Polo-Shirt. Alle Kleidungsstücke sind im Sinne des „Coporate Designs“ in schwarz-gelb gehalten.

 

 Welche Aufgaben fallen in den einzelnen Abteilungen an und werden von den SuS erledigt?

„Als Antwort gebe ich Ihnen einmal diese Übersichtstabelle.“

Im Marketing fällt an Arbeiten an:

- die Pflege der Homepage mit kleinen Texten und Bildern

- Marketing-Aktionen planen und durchführen

- E-Mail-bestellungen annehmen

- Flyer in der Schule verteilen

- den Postkorb und die Ablage verwalten

 

Verkauf

  • Schlüsselgewalt für Shop & Kasse

  • Ein- und Ausladen des mobilen Shops inkl. Befestigung

  • Verkauf im Borchersweg & in Krusenbusch

  • Ausliefern von Bestellungen

  • Wochenabschluss (Geld zählen)

  • Postkorb- und Ablage verwalten

Buchhaltung

  • Rechnungen schreiben & Verbuchen mit Excel

  • Geld annehmen und wechseln beim Verkauf in Krusenbusch

  • Kontrolle von Zahlungseingängen

  • Alle Bankgeschäfte (Ein- und Auszahlungen, Überweisungen, Geld wechseln, Kontoauszüge)

  • Postkorb- und Ablage verwalten

Einkauf

  • Bestandsverwaltung/ Ermittlung der Einkäufe

  • Bestellung beim Lieferanten

  • Kontrolle des Lieferscheins

  • Preisermittlung

  • Auszeichnung der Ware mit Preisschildern

  • Beschaffungsfahrten mit dem ÖPNV

  • Postkorb- und Ablage verwalten

 

Sind die SuS „Allrounder“ oder „Spezialisten“ für eine Abteilung?

„Als wir mit der Arbeit bei Ratzefummel begonnen haben, hatten wir noch keine Aufteilung in einzelne Abteilungen. Dieses ist erst mit der fortschreitenden Konzeptionierung eingeführt worden. Mittlerweile ist es so, dass es einen „Ausbildungsplan“ gibt, nachdem alle SuS in allen Abteilungen ca. neun Wochen (netto) arbeiten. Als Beispiel lege ich Ihnen den Ausbildungsplan von Lars bei:

 Der Ausbildungsplan von Lars

Arbeitet Ratzefummel wirtschaftlich?

Die Investitionskosten beim Neustart von Ratzefummel waren immens. Sie lagen im unteren vierstelligen Bereich. Doch wir konnten einen sehr großen Kreis von Unterstützern für unsere Idee finden, sodass wir letztlich alle Anschaffungen tätigen konnten. Die Schule musste aus ihrem Budget keinen Cent dazu bezahlen. Abgesehen von den Investitionskosten arbeitet Ratzefummel wirtschaftlich und besonders die Expansion an die GS Krusenbusch war ein voller Erfolg. Dieses möchte ich mit ein paar Zahlen unterstreichen:

- Umsatz im Schuljahr 2011/ 2012:                                 ca. 1.500,--€

- Umsatz im Schuljahr 2012/ 2013:                                 ca. 1.050,--€

- bisheriger Umsatz im Schuljahr 2013/ 2014:               ca. 400,--€ in zwei Monaten

 

Wie sieht Ratzefummel im Kontext der anderen Instrumente zur Berufsvorbereitung aus?

Zunächst einmal möchte ich den Stellenwert der Berufsvorbereitung an der Schule Borchersweg unterstreichen. So ist die „Begleitung ins Arbeitsleben“ eine von fünf zentralen Aussagen im Leitbild unserer Schule. Die (Mit-) Arbeit in der Schülerfirma ist dabei ein (wichtiger) Baustein. Weitere Bausteine sind:

 - Praxistag innerhalbder Schule

Berufsschaltag

Betrips praktikum

gg. WeiterePraktika

Testung mit hamet e"oder harmet 1"

Berufsinformateoinsabene für SuSundEltern

Berufswergekonforens1

 Praktzistag im Betrib

Lernoettage(LOT)

Praktikum in der wfbm

Teilnahme an der"Initiative Inklosion

Betribs erkundungen

Berufswegekonforenz II

MitarbeiterinderSchüler Firmer Ratzefummel

 

Die Mitarbeit in einer Schülerfirma hat bzgl. der Berufsvorbereitung viele Vorteile. Sie kann sicherlich nicht und soll auch gar nicht, andere Bausteine ersetzen, wie z.B. Betriebserkundungen oder Praktika. Auch andere, eher diagnostisch-orientierte oder informierende Bausteine, wie z.B. die Teilnahme an der Initiative Inklusion, hamet oder die Berufsinformationsabende haben ihren festen Platz!

ABER:

Theorie

Ratzefummel

Das gemeinsame Arbeiten in einer nachhaltigen Schülergenossenschaft eröffnet SchülerInnen Einblicke in konkrete wirtschaftliche, ökologische und soziale Zusammenhänge.

-        Zusammenspiel Einkauf und Verkauf

-        Warum bestellen wir bei memo?

-        Kann eine Person alleine die anfallenden Arbeiten bearbeiten?

-        Besonders an der Grundschule treten wir mit „echten Kunden“ in Kontakt!

Es verlangt Innovation, Kreativität, Eigeninitiative und Teamgeist, regt unternehmerisches Denken und Handeln an und bringt Orientierung für das spätere Berufsleben.

-        Wie gehen wir mit Lieferengpässen um?

-        Wie  funktioniert gute Werbung?

-        Wer übernimmt welche Aufgaben?

-        Was muss ich alles bei einer Marketing-Aktion bedenken?

-        Welche Abteilung spricht mich an?

Zudem bietet das realitätsnahe und gemeinschaftliche Arbeiten in nachhaltigen Schülergenossenschaften Gelegenheit zum Erwerb von Schlüsselqualifikationen und
-kompetenzen, die über die für andere Schülerfirmen notwendigen hinausgehen.

-        Im Zusammenspiel und „sich darauf verlassen können“ der verschiedenen Abteilungen werden Schlüsselqualifikationen erwartet.

  

Konnten Sie schon weitere Kolleginnen ihrer Schule bzgl. der Arbeit in Schülerfirmen überzeugen bzw. zur Mitarbeit und/ oder Nachahmung animieren?

„Nein, bis jetzt noch nicht! Wir haben allerdings auch noch nicht viel Werbung in diese Richtung gemacht. Zunächst galt es, Ratzefummel aufzubauen und kontinuierlich zu verbessern. Nun, da wir einen guten Stand erreicht haben, versuchen wir die Idee der Arbeit in einer Schülerfirma an den Mann bzw. an die Frau zu bringen. Ganz konkret sehe ich zwei Bereiche, mit guten Chancen: Zum einen das „Café Lichtblick“. Das Café Lichtblick hat sich vom Pausenangebot zu einer sehr beliebten Arbeitsgemeinschaft entwickelt und es lebt sehr stark die Idee: „Von Schülern für Schüler“: Das Café könnte sehr gut als Schülerfirma geführt werden. Zum anderen sind es Kollegen aus dem Praxistag/ Fahrradwerkstatt, die mit ihrer räumlichen Situation unzufrieden sind. Über den Weg einer Schülerfirma könnte man hier ev. ein Gartenhaus anschaffen und zu einer Fahrradwerkstatt ausbauen.

 

 Gruppenbild mit Prof. Schröder von der Universität OldenburgSind und waren das alles ihre eigenen Gedanken oder hatten Sie auch externe Beratung?

„Wie gesagt, hatte ich den Schreibwarenshop ja quasi „geerbt“ und war damit auf die Geschäftsidee festgelegt. Vieles habe ich dann im Austausch mit Frau Rohmann und den Schülerinnen und Schülern kontinuierlich weiterentwickelt.

Der Nachweis der Teilnahme an der Fortbildung Über den Verein „wigy – Wirtschaft verstehen“ ist im Zuge des 20-jährigen Jubiläums ein Kontakt zwischen Wirtschaft und Schule zustande gekommen. Im Zuge dessen hat Herr Prof. Rudolf Schröder von der Universität Oldenburg für die Mitarbeitenden von Ratzefummel eine 4-stündige Schulung „Das gute Verkaufsgespräch“ angeboten. Herr Prof. Schröder bekleidet an der Universität eine Stiftungsprofessur „Ökonomische Bildung mit dem Schwerpunkt Berufsorientierung“.

Externe Beratung hatten wir kürzlich zudem bzgl. der Rechtsstellung der Schülerfirma in Anspruch genommen. Herr Norbert Klüh, Fachkoordinator Nachhaltige Schülerfirmen von der Niedersächsischen Landesschulbehörde, hat uns diesbezüglich beraten und die Vor- bzw. Nachteile der Überführung der Schülerfirma in eine Genossenschaft dargestellt. Am Montag, den 30.09.2013 wird er, gemeinsam mit Frau Corinna Hoffmann von der Arbeitsgemeinschaft der Volksbanken und Raiffeisenbanken in Weser-Ems (AGVR), den Schülerinnen und Schülern das Konzept erläutern.

Außerdem werden wir am Mittwoch, den 26. Februar 2014 die erste landesweite Schülerfirmenmesse des Landes Niedersachsen besuchen. Dieses Schuljahr fahren wir lediglich als Gast dorthin, um zu lernen und ev. neue Anregungen zu bekommen. Aber schon im Schuljahr 2014/ 2015 möchten wir die Schülerfirma „Ratzefummel“ auch auf einer Schülerfirmen-Messe präsentieren.

 

 Wie waren die SuS in den Prozess der kontinuierlichen Weiterentwicklung eingebunden?

„Als klar war, das die SuS Ratzefummel professioneller aufziehen wollten und wir auch das notwendige Kapital hatten, haben wir und nahezu täglich Gedanken gemacht, was wie aussehen und sein soll. Dazu gehörten Entscheidungen bzgl. der folgenden Dinge:Die Kundenstopper

-        Aufbau des Flyers

-        Aufbau der Homepage

-        Aufbau des Firmenschilds

-        Verkaufskonzept erarbeiten

-        Gestaltung der Kundenstopper

-        Aufnahmen von allen Mitarbeiter- und Warenfotos

-        Erprobung des Verkaufswagens und Anregungen zum Umbau

-        Vorstellung der Konzepts auf der Gesamtkonferenz der GS Krusenbusch

-        Teilnahme Seminar „Das gute Verkaufsgespräch“ von Prof. Schröder/ Uni Ol

 

 

Haben Sie vor weitere Kontakte in die Wirtschaft zu knüpfen?

„Ja, ganz konkret gehen meine Gedanken in zwei Richtungen. Zum einen haben wir in räumlicher Nähe einen Baumarkt, dessen Geschäftsführer unserer Schule sehr gewogen ist. Hier würde ich gerne eine Patenschaft knüpfen. Zum anderen möchte ich eine weitere Patenschaft zu einem Schreibwarengeschäft aufbauen, um einen Partner in einem vergleichbaren Geschäftsfeld zu haben. Das Schreibwarengeschäft soll möglichst ein kleineres Geschäft sein und keine große Kette, sodass mir hier auch schon zwei Namen vorschweben. Vorstellen kann ich mir dann eine dortige Betriebserkundung sowie eine weitere Schulung durch erfahrene VerkäuferInnen für Ratzefummel.

 

 Was passiert mit Ratzefummel, wenn ihre SuS die Schule verlassen?

„Dies wird in spätestens drei Jahren der Fall sein. Im nächsten Jahr verlässt eine Schülerin die Schule und damit auch die Firma, ein Jahr später sind es vier. Die verbleibenden drei SuS gehen voraussichtlich zum Ende des Schuljahres 2015/ 2016. Das ist noch viel Zeit!

Sollte ich dann keine eigene Klasse innerhalb der Oberstufe übernehmen (mit denen ich sicherlich Ratzefummel weiterführen würde), wird Ratzefummel in den Praxistag unserer Schule eingegliedert. Der Praxistag bietet den SuS der Oberstufe praktisch orientierte Angebote aus unterschiedlichen Bereichen. Zurzeit sind dieses die Suppenküche, Fahrradwerkstatt, Bürokommunikation, Backen sowie Wäschepflege. Hier ließe sich Ratzefummel sehr gut eingliedern. Bei der guten Vorarbeit und soliden konzeptionellen Grundlage findet sich bestimmt „ein interessierter Erbe“.

 

 Wagen Sie bitte einen Ausblick auf die nähere Zukunft!

„Obwohl wir einen sehr guten Stand erreicht haben, gibt es immer noch reichlich Entwicklungspotential innerhalb der Schülerfirma; oder um Jürgen Klopp zu zitieren: „Besser geht immer!“ Ganz konkret sehe ich dabei aber drei Bereiche, die für mich Priorität haben:

1.      Die Konsolidierung des Bestehenden, damit die Schülerinnen und Schüler innerhalb des bekannten Rahmens immer selbstständiger agieren können

2.      Die schulinterne Verbreiterung des Gedankens der Unterrichtsorganisation in Form einer Schülerfirma

3.      Den Aufbau von Kontakten, z.B. in Form von Patenschaften, in die Wirtschaft

 

 

 

 



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